Gartentipps

Herausgegeben vom Pflanzenschutzamt Berlin
Mittwoch, den 28.04.2010



Unser erster Tipp: Pflaumensägewespe mit Flugbeginn

Steinobstbäume blühen in vielen Gärten in diesem Jahr sehr stark. Auch die Blüte von Mirabellen und Pflaumen lässt eine gute Ernte erwarten. Doch leider flog bereits in der letzten Woche und auch zum Wochenende die Pflaumensägewespe vielerorts. Diese zarten, ca. 1 cm langen schwarzen Insekten mit gelblichen Beinen fliegen zur Zeit der Blüte und legen ihre Eier an die Kelchblätter der Blüten. Die nach wenigen Tagen schlüpfenden Larven bohren sich alsbald in die gerade entstehende Frucht ein. Solche noch recht kleinen Früchte werden alsbald abgestoßen. Sie weisen kleine schwarze Bohrlöcher auf, aus denen dunkler feuchter Kot quillt, der recht herb riecht. Besonders bei Mirabellen können die Ernteeinbußen bis zu 100 % betragen.

Spritzmaßnahmen sind schwierig, insbesondere bei hohen Bäumen besteht die Gefahr der Abdrift. Außerdem sollte eine Spritzbehandlung mit Insektiziden während der Blüte wegen des Bienenschutzes unterbleiben. Unmittelbar nach dem Abwurf der Blütenblätter kann ggf. nach vorheriger Beratung ein hierfür zugelassenes Insektizid eingesetzt werden.

... und der zweite Tipp: Eingerollte Rosenblätter

An den frisch ausgetriebenen Blättern beginnen sich die Blätter entlang der Blattrippe einzurollen. Verursacher ist die Rosenblattrollwespe. Diese wenige Millimeter langen schwarzen Insekten ruhen in den kühlen frühen Morgenstunden häufig auf den Blättern. Sie legen ihre Eier auf die Unterseite an den Blattrand. Darauf hin rollen sich die Blätter ein. Im Inneren dieser Rollen entwickeln sich die kleinen grünen Raupen des Schädlings. Diese Blattrollwespe kann noch bis Ende Mai Eier an die Rosenblätter ablegen.

Werden einzelne eingerollte Blätter entdeckt, können diese entfernt und entsorgt werden. Kommt es insbesondere an Heckenrosen alljährlich zu starkem Befall, kann jetzt vor der Blüte mit einem bienenungefährlichen Präparat, z.B. mit "Careo-Schädlingsfrei" oder "Bayer-Garten-Kombi-Rosen-Schädlingsfrei" gespritzt werden, damit möglichst wenige fertige Blattwespen im Sommer zur Überwinterung in den Boden gelangen.
 


Larve der Pflaumensägewespe
Larve der Pflaumensägewespe

Schadbild durch Pflaumensägewespe
Schadbild durch Pflaumensägewespe


Schadbild durch Rosenblattrollwespe
Schadbild durch Rosenblattrollwespe



Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung


Weitere Tipps im Internet.

www.profil.iva.de
www.bio-gaertner.de
www.fug-verlag.de


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